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AHV-Zweigstellen

Hilflosenentschädigung IV

Hilflosenentschädigung IV

Hilflosenentschädigung erhalten Menschen, die bei Tätigkeiten wie Ankleiden, Essen oder Körperpflege regelmässig auf Hilfe angewiesen sind.

Sinn und Zweck

Kurz erklärt

Die Hilflosen­entschädigung IV soll gesund­heitlich beeinträchtigten Menschen ein unabhängiges Leben ermöglichen. Mit der Hilflosen­entschädigung können finanzielle Aufwendungen beglichen werden, wenn jemand bei all­täglichen Tätig­keiten wie Ankleiden/Auskleiden, Essen, Körper­pflege oder Not­durft die regel­mässige Hilfe von anderen Menschen benötigt. Die Höhe der Leistung hängt vom Grad der Hilf­losigkeit ab und davon, ob die versicherte Person im Heim oder zu Hause lebt. 

Wer hat Anspruch?

Voraus­setzungen Erwachsene

Voll­jährige Personen haben Anspruch auf eine Hilflosen­entschädigung, wenn sie aufgrund ihrer gesund­heitlichen Beeinträchtigung in den alltäglichen Lebens­verrichtungen auf regel­mässige und erhebliche Hilfe von anderen Menschen angewiesen sind, oder wenn sie brauchen oder eine persönliche Über­wachung not­wendig ist. Die IV unterscheidet dabei zwischen einer schweren, mittel­schweren oder leichten Hilf­losigkeit. Unter bestimmten Voraus­setzungen sind zur Hilflosen­entschädigung auch Assistenz­beiträge möglich.

In der Praxis gelten sechs all­tägliche Lebens­verrichtungen als mass­gebend:

  • An- und Auskleiden
  • Auf­stehen, Ab­sitzen, Ab­liegen
  • Essen
  • Körper­pflege
  • Not­durft
  • Fort­bewegung (in der Wohnung, im Freien), Pflege gesell­schaftlicher Kontakte

Wer bereits eine Hilflosen­entschädigung der Unfall- oder Militär­versicherung bezieht, hat keinen Anspruch auf eine Hilflosen­entschädigung der IV.  

Voraus­setzungen Minder­jährige

Kinder, die zu Hause wohnen, können ebenfalls eine Hilflosen­entschädigung erhalten. Mass­gebend ist der Mehr­bedarf an Hilfe­leistung und persönlicher Begleitung im Vergleich zu gesunden Kindern im gleichen Alter und wo das Kind über­nachtet. An den Tagen, an denen das Kind im Heim oder in einer Institution über­nachtet, besteht kein Anspruch auf Hilflosen­entschädigung.

Wenn Minder­jährige im Tages­durchschnitt eine zusätzliche Betreuung von mindestens vier Stunden benötigen, besteht ein Anspruch auf einen Intensiv­pflege­zuschlag. 

Wann beginnt der Anspruch?

Der Anspruch auf Hilflosen­entschädigung entsteht frühestens ein Jahr nach dem Beginn der Hilf­losigkeit. Die Anmeldung ist nach der ein­jährigen Warte­zeit bei der IV-Stelle des Wohn­kantons ein­zu­reichen.  

Der Anspruch auf Hilflosen­entschädigung und Intensiv­pflege­zuschlag wird immer individuell abgeklärt.  

Leistung

Wie hoch ist die Hilflosen­entschädigung?

Die Höhe der Hilflosen­entschädigung hängt vom Grad der Hilf­losigkeit ab und ob die Person im Heim oder zu Hause lebt. Die IV unter­scheidet drei Hilf­losig­keits­grade – leicht, mittel und schwer. Diese werden anhand der Anzahl Lebens­verrichtungen fest­gelegt, für die eine Person Hilfe benötigt. Die IV ermittelt den Grad der Hilf­losigkeit in jedem Fall individuell, falls notwendig im Rahmen eines Haus­besuchs.  

Leichte Hilf­losigkeit

Eine leichte Hilf­losigkeit liegt vor, wenn eine Person:

  • in mindestens zwei all­täglichen Lebens­verrichtungen auf regel­mässige Hilfe von anderen Menschen angewiesen ist; oder
  • eine dauernde persönliche Über­wachung benötigt; oder
  • zu Hause wohnt und dauernde lebens­praktische Begleitung braucht; oder
  • aufgrund des Leidens ständige und besonders aufwändige Pflege braucht; oder
  • wegen einer schweren Sinnes­schädigung oder eines schweren körperlichen Leidens nur dank regel­mässiger und erheblicher Dienst­leistungen Dritter gesell­schaftliche Kontakte pflegen kann.  

Mittlere Hilf­losigkeit

Die Hilf­losigkeit gilt als mittel, wenn eine Person:

  • in mindestens vier all­täglichen Lebens­verrichtungen auf regel­mässige Hilfe von anderen Menschen angewiesen ist; oder
  • in mindestens zwei all­täglichen Lebens­verrichtungen auf regel­mässige Dritt­hilfe angewiesen ist und eine dauernde persönliche Über­wachung braucht; oder
  • in mindestens zwei all­täglichen Lebens­verrichtungen regel­mässige Hilfe von Dritten angewiesen ist und dauernde lebens­praktische Begleitung benötigt.   

Schwere Hilf­losigkeit

Eine schwere Hilf­losigkeit liegt vor, wenn eine Person in allen sechs all­täglichen Lebens­verrichtungen regel­mässig die Hilfe von Dritten braucht und einer dauernden Pflege oder der persönlichen Über­wachung bedarf.   

Höhe der Hilflosenentschädigung pro Monat

Die Hilflosenentschädigung wird bei Erwachsenen als Monatspauschale ausgerichtet. Bei Minderjährigen wird die Hilflosenentschädigung für die Tage ausgerichtet, in denen das Kind zu Hause übernachtet. 

Anmeldung

Vorgehen

Die Anmeldung für Hilflosen­entschädigung ist nach einer ein­jährigen Warte­zeit bei der kantonalen IV-Stelle einzureichen. Wer im Kanton Zürich wohnt, schickt die Anmeldung der SVA Zürich.

Auszahlung

Erwachsene mit Anspruch auf Hilflosen­entschädigung erhalten die Auszahlung monatlich. Bei minder­jährigen Versicherten erfolgt die Auszahlung gegen Rechnungs­stellung bei der IV-Stelle des Wohn­kantons. Die Hilflosen­entschädigung (und der Intensiv­pflege­zuschlag) wird den Eltern oder der gesetzlichen Vertretung über­wiesen.  

Meldepflicht

Wer Hilflosenentschädigung erhält, ist verpflichtet, alle Änderungen mit Auswirkung auf den Anspruch zu melden. Mehr zur Meldepflicht

IV-Ausweis bestellen

Wer eine Hilflosen­entschädigung oder eine IV-Rente bezieht, erhält einen IV-Ausweis. Dieser berechtigt manchen­orts zu Vergünstigungen. Der IV-Ausweis kann online bestellt werden. 

Weitere Informationen

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