Produkte und übertragene Aufgaben

Produkte und übertragene Aufgaben

Die SVA Zürich vereint sieben Sozial­versicherungen unter einem Dach. Die bekanntesten sind AHV und IV. Wir stellen alle Leistungen und Auf­gaben vor.  

AHV

Alters- und Hinterlassenen­versicherung

Die AHV zahlt Alters­renten für Frauen und Männer im Renten­alter sowie Hinterlassenen­renten für Witwen, Witwer und Waisen. Unter bestimmten Voraus­setzungen zahlt sie auch Hilflosen­entschädigungen und leistet Beiträge an Hilfs­mittel.

IV

Invaliden­versicherung 

Bei Kindern und Jugendlichen finanziert die IV medizinische Mass­nahmen, und sie begleitet die erst­malige berufliche Aus­bildung. Wenn die Arbeits­fähigkeit von Erwachsenen durch Krank­heit oder Unfall ein­geschränkt ist, unter­stützt die IV mit Eingliederungs­mass­nahmen, Arbeits­vermittlung und Hilfs­mitteln. Die IV berät Arbeit­geber zur Prävention, und sie fördert die Eingliederung auch finanziell. Wenn die Eingliederung aufgrund der Diagnose aus­geschlossen werden muss, folgt die Renten­prüfung. Bei erhöhtem Pflege­aufwand kennt die IV die Hilflosen­entschädigung und den Assistenz­beitrag für das Wohnen zu Hause.

EL

Ergänzungsleistungen zur AHV / IV

Wer eine AHV- oder IV-Rente bezieht und in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen lebt, hat unter bestimmten Voraus­setzungen Anspruch auf Ergänzungs­leistungen. Diese garantieren Rentnerinnen und Rentnern ein gesetzlich fest­gelegtes Mindest­einkommen. Für die Ergänzungs­leistungen sind die Gemeinden zuständig. Diese können das komplexe Geschäft aber der SVA Zürich über­tragen. Die Anmeldung für Ergänzungs­leistungen nimmt immer die Gemeinde entgegen.

EO

Erwerbs­ersatz für Dienst­leistende

Wer Dienst leistet in der Schweizerischen Armee, im Zivil­schutz, im Rot­kreuz­dienst oder im Zivil­dienst, hat Anspruch auf Erwerbs­ausfall­entschädigung – den Erwerbs­ersatz. Wer Dienst leistet, erhält eine Melde­karte. Diese gilt auch als EO-Anmeldung. Angestellte über­geben die Karte der Arbeit­geberin oder dem Arbeit­geber. Wenn diese während der Dienst­zeit den Lohn weiter­bezahlt, geht die Entschädigung an die Arbeit­gebenden. 

Corona-Entschädigung

Der Bundes­rat hat Entschädigungen eingeführt, um die wirt­schaft­lichen Folgen der Mass­nahmen zur Bekämpfung des Corona­virus abzufedern. Anspruch auf Corona-Entschädigung haben unter bestimmten Voraus­setzungen Selbständig­erwerbende, Arbeit­gebende, Angestellte und Angestellte in arbeitgeber­ähnlicher Funktion sowie ihr mit­arbeitender Ehe­partner oder eingetragener Partner.

MSE

Mutterschaftsentschädigung 

Erwerbs­tätige Frauen haben Anspruch auf 14 Wochen Mutterschafts­urlaub. Als Entschädigung für den Verdienst­ausfall erhalten sie 80 Prozent des durch­schnittlichen früheren Erwerbs­einkommens bis zum Erreichen des maximalen MSE-Tages­satzes. Dafür müssen sie unmittelbar vor der Geburt des Kindes mindestens neun Monate in der AHV versichert gewesen sein und davon mindestens fünf Monate erwerbs­tätig.

VSE

Vaterschaftsentschädigung

Erwerbstätige Männer haben Anspruch auf zwei Wochen Vaterschaft­surlaub: zusammen­hängend oder tage­weise inner­halb von sechs Monaten ab Geburt des Kindes. Als Entschädigung für den Verdienst­ausfall erhalten sie 80 Prozent des Einkommens vor der Geburt. Vor der Geburt des Kindes müssen sie mindestens neun Monate in der AHV versichert gewesen sein und davon mindestens fünf Monate erwerbstätig.

Familienzulagen

Kinder- und Ausbildungszulagen

Die Familien­zulagen sollen die finanzielle Mehr­belastung durch Kinder teil­weise aus­gleichen. Zulagen erhalten Arbeit­nehmende, Selbständig­erwerbende und Nicht­erwerbs­tätige. Bis zum 16. Altersjahr erhalten die Eltern eine Kinder­zulage. Diese wird von der Ausbildungs­zulage abgelöst. Ausbildungs­zulagen können für Kinder in Aus­bildung bis zum 25. Altersjahr bezogen werden. Die Kosten für die Familien­zulagen für Nicht­erwerbs­tätige trägt der Kanton. Arbeit­gebende und Selbständig­erwerbende finanzieren die Zulagen solidarisch mit Beiträgen an die Familien­ausgleichs­kasse.

Prämienverbilligung

Beitrag für die obligatorische Krankenversicherung

Wer in der Schweiz wohnt, muss in der Kranken­versicherung grund­versichert sein. Das Haus­halt­budget von Personen mit wirtschaftlich bescheidenen Mitteln wird mit der Prämien­verbilligung ent­lastet. Die individuelle Prämien­verbilligung (IPV) wird aufgrund der Steuer­faktoren zugesprochen. Die SVA Zürich ermittelt die Anspruchs­berechtigten auf­grund der Steuer­faktoren. Personen mit Sozial­hilfe oder mit Ergänzungs­leistungen haben automatisch Anspruch auf Prämien­verbilligung. Die Auszahlung der Prämien­verbilligung erfolgt aus­schliesslich an die Kranken­versicherer.

Weitere Aufgaben

Rückerstattung der CO₂-Abgabe an Firmen

Der Bund erhebt eine Lenkungs­abgabe auf fossilen Brenn­stoffen. Die Rück­verteilung des Abgabe­ertrags an die Wirtschaft erfolgt durch die Ausgleichs­kassen. Auf Bundes­ebene ist das Bundesamt für Umwelt zuständig für die CO₂-Abgabe. 

Berufsbildungsfonds des Kantons Zürich

Der Berufs­bildungs­fonds soll im Kanton Zürich Anreize für Unter­nehmen schaffen, Lehr­stellen anzubieten. Die Familien­ausgleichs­kassen ziehen die Beiträge ein. Der kantonale Berufs­bildungs­fonds soll sicher­stellen, dass auch Arbeit­gebende, die keine Lernenden aus­bilden, einen Beitrag an die Berufs­bildung leisten.

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