Die Technologie war von Beginn an eine wichtige Treiberin der Entwicklung der SVA Zürich. Die frühen 1990er Jahre markierten einen technologischen Wendepunkt. Mit dem Aufkommen der Client-Server-Architektur, leistungsfähiger Datenbanken und integrierter Fachsysteme mit elektronischem Archiv begann die Digitalisierung administrativer Prozesse.
Dieser Umbruch war leise, aber strukturell fundamental – vergleichbar in seiner Tragweite mit dem Innovationsschub seit 2022, als künstliche Intelligenz in der Breite anwendbar wurde. So verändern heute Automatisierung und KI zunehmend Entscheidungs- und Wissensprozesse.
Die Politik im Kanton Zürich erkannte früh, dass Kundenorientierung und Kosteneffizienz nur dann substanziell gestärkt werden können, wenn Organisation und Technologie gemeinsam entwickelt werden. Mit der Schaffung der SVA Zürich am 1. Januar 1995 wurden die Durchführungen der AHV, IV und Familienzulagen zusammengeführt, Prozesse harmonisiert und Kompetenzen gebündelt. Seit der Gründung sind weitere übertragene Aufgaben wie die Prämienverbilligung oder die Ergänzungsleistungen dazugekommen. Mit dem Bezug des Neubaus im Jahr 1999 wurde schliesslich eine zentrale Anlaufstelle für die Anliegen der Kundinnen und Kunden geschaffen.
Die Leitfrage blieb über drei Jahrzehnte dieselbe: Wie können wir Kundenorientierung und Kosteneffizienz fortlaufend verbessern? Die Antwort darauf hat sich allerdings grundlegend verändert. Technologische Innovationen, Digitalisierung, Automatisierung und veränderte gesellschaftliche Erwartungen haben den Referenzrahmen verschoben. Kundinnen und Kunden erwarten heute medienbruchfreie, digitale Services, transparente Prozesse und rasche Entscheidungen. Effizienz wird definiert über Durchlaufzeiten, Datenqualität, Automatisierungsgrad und Interoperabilität.
Mit den technischen Möglichkeiten sind jedoch auch die Anforderungen gestiegen. Der Schutz sensibler Personendaten, Informationssicherheit und CyberSecurity haben höchste Priorität.
Die Strategie 2028 beschreibt die Hebel, mit denen die SVA Zürich Kundenorientierung und Kosteneffizienz weiterentwickeln will. Digitale Transformation braucht mehr als die technische Systemerneuerung. Sie bedingt die Bereitschaft, Bestehendes in Frage zu stellen: Organisation, Strukturen, Rollen, Prozesse etc. neu zu denken.
Die Technologie war von Beginn an Treiberin der Entwicklung der SVA Zürich. Heute ist sie Voraussetzung für die Erfüllung unseres Leistungsauftrags. Die Strategie 2028 knüpft an die Gründungsidee an und übersetzt sie in die Anforderungen der Gegenwart – für die Stärkung der SVA Zürich als Kompetenzzentrum für Sozialversicherungen.