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AHV-Zweigstellen

Prämienverbilligung 2021

Prämienverbilligung: Prämienverbilligung 2021

Prämienverbilligung

Wer in wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen lebt, hat Anspruch auf Prämien­verbilligung. Ab 2021 gelten im Kanton Zürich neue Regelungen.    

Wer hat Anspruch?

Voraussetzungen

Ob jemand im Kanton Zürich Anspruch auf Prämien­verbilligung hat, hängt von vier Faktoren ab:

Die SVA Zürich ermittelt auf Basis der letzten definitiven Steuer­veranlagung die Personen mit Anspruch auf Prämien­verbilligung. Diese Personen erhalten bis Ende August 2020 automatisch ein Antrags­formular. Ab Dezember 2020 versendet die SVA Zürich den Vorbescheid für die Prämien­verbilligung 2021. Die definitive Verfügung folgt erst, wenn die Steuer­faktoren für das Jahr 2021 bekannt sind.

Prämienverbilligung für junge Erwachsene in einer Aus- oder Weiter­bildung

Bei jungen Erwachsenen (Jahrgang 1996 bis 2002) in Ausbildung werden zusätzlich die Steuer­faktoren der Eltern mitberücksichtigt.

Prämien­verbilligung für Kinder
Für Neu­geborene erhalten Eltern automatisch Prämien­verbilligung ab dem Monat nach der Geburt. Es muss kein separater Antrag bei der SVA Zürich eingereicht werden.

Quellensteuern
Bei quellensteuer­pflichtigen Personen sind die im Jahr 2019 abgerechneten Quellensteuer­beträge massgebend für den Anspruch auf Prämien­verbilligung.

Ergänzungs­leistungen
Wer Ergänzungs­leistungen zur AHV- oder IV-Rente bezieht, erhält automatisch den Betrag, der durch die zuständige Stelle für Zusatz­leistungen berechnet wird.   

Sozialhilfe
Wer Sozial­hilfe bezieht, erhält automatisch ein Antrags­formular der SVA Zürich. Wenn das soziale Existenz­minimum nicht gedeckt ist, können Sozialhilfe­bezügerinnen und -bezüger bei ihrer Wohn­gemeinde die Übernahme der restlichen Krankenkassen­prämie beantragen.

Zuzug in den Kanton Zürich
Zuzug im Jahr 2020: Der Antrag auf Prämien­verbilligung kann erst nach dem 1. Januar 2021 beantragt werden. Massgebend sind die ersten Steuer­faktoren im Kanton Zürich.

Zuzug im Jahr 2021: Der Anspruch beginnt erst im Folgejahr 2022.

Zuzug aus dem Ausland: Der Anspruch beginnt ab Folgemonat des Zuzugs. 

Verjährung
Der Anspruch auf Prämien­verbilligung für das Jahr 2021 kann bis am 31. März 2022 geltend gemacht werden.

Leistung

Wie wird der Anspruch berechnet?

Die Grundlage für die definitive Berechnung des IPV-Anspruchs für das Jahr 2021 bilden das mass­gebende Einkommen und das steuerbare Gesamt­vermögen vom Jahr 2021.

Das mass­gebende Einkommen wird wie folgt berechnet:

  • Total der Einkünfte (Ziff. 199 der Steuererklärung)
  • abzüglich Total der Abzüge (Ziff. 299 der Steuererklärung)
  • abzüglich Krankheits- und Unfallkosten (Ziff. 320 der Steuererklärung)
  • abzüglich Sozialabzüge für Kinder und unterstützte Personen (Ziff. 370, 372 und 374 der Steuererklärung)
  • zuzüglich Verluste aus der Nutzung von Liegen­schaften und Privat­­vermögen (Ziff. 186 und 188 der Steuererklärung)   
  • zuzüglich Beiträge an die gebundene Selbst­vorsorge 3a (Ziff. 260 und 261 der Steuererklärung)
  • zuzüglich Beiträge an die AHV, IV und 2. Säule (Ziff. 280 der Steuererklärung)
  • zuzüglich Vermögens­anteil (siehe Beispiel unten)

Bei selbständer Erwerbs­tätigkeit abzüglich kleinerer Wert:

  • 7.5 % der Einkünfte aus selbständiger Erwerbs­tätigkeit (Ziff. 120, 121, 122 und
    123 der Steuererklärung) und
  • Summe der Beiträge an die 2. und 3. Säule (Ziff. 260, 261 und 280 der
    Steuererklärung) 

Bei quellen­besteuerten Personen entspricht das mass­gebende Einkommen dem steuerbaren Einkommen unter Berück­sichtigung des Kinder­abzuges.

Vermögen
Für das steuerbare Vermögen gelten folgende Vermögens­obergrenzen:

Alleinstehende: CHF 150'000
Verheiratete und Alleinerziehende: CHF 300'000

Personen mit einem steuerbaren Vermögen über diesen Grenzen, haben keinen Anspruch auf Prämien­verbilligung 2021.

Liegt das steuerbare Vermögen unterhalb der Vermögens­obergrenzen, wird ein Frei­­betrag abgezogen. 10 Prozent vom Vermögen, das den Frei­betrag übersteigt, werden zum Einkommen dazugerechnet.

Freibetrag Alleinstehende: CHF 75'000.00
Freibetrag Verheiratete und Personen mit Kindern: CHF 150'000.00

Beispiel Ehepaar:

Vermögen: CHF 200'000.00
minus Freibetrag: CHF 150'000.00
=übersteigender Teil: CHF 50'000.00

CHF 5000.00 (10 Prozent von CHF 50'000.00) werden im mass­gebenden Einkommen einberechnet.

Wie hoch ist die Prämienverbilligung

Die Höhe der Prämien­verbilligung hängt ab vom massgebenden Einkommen, vom Eigen­anteil und von der Referenz­prämie.

Eigenanteil
Der Eigen­anteil ist ein gewisser Prozent­satz des massgebenden Einkommens, den die Versicherten selbst für ihre Krankenkassen­prämie aufwenden müssen. Der Prozent­satz ist variabel. Der Eigen­anteil wird jedes Jahr im Herbst vom Regierungs­rat bestimmt.

Referenzprämie
Die Referenz­prämie im Kanton Zürich beträgt 60 Prozent der regionalen Durchschnitts­prämie.

Berechnungsbeispiel

Die Höhe der Prämien­verbilligung berechnet sich wie folgt. Angenommen wird ein massgebendes Einkommen von CHF 20'000.00.

Anmeldung

Vorgehen

Die SVA Zürich ermittelt aufgrund der letzten definitiven Steuer­faktoren, wer Anspruch auf Prämien­verbilligung hat. Diese Personen erhalten bis Ende August 2020 automatisch ein Antrags­formular. Dieses Formular ist vollständig ausgefüllt bei der SVA Zürich einzureichen.

Hinweise zur Bearbeitung des Antrags:

  • Die SVA Zürich prüft den Antrag, sobald dieser eingegangen ist.
  • Es wird keine Empfangs­bestätigung versendet.
  • Es kann bis zu sechs Monate dauern, bis die SVA Zürich den Vorbescheid versendet. Die Prämien­verbilligung wird direkt an die Krankenkasse überwiesen.

Trotz Anspruch kein Antragsformular erhalten?

Wer bis Ende August 2020 kein Antrags­formular erhalten hat, füllt bitte das Online-Antragsformular aus. Für Personen ohne Internetzugang stehen ausdruckbare PDF-Formulare zur Verfügung. 

Auszahlung

Vorbescheid und definitive Verfügung

Basis für die definitive Berechnung des IPV-Anspruchs für das Jahr 2021 sind die Steuer­faktoren vom Jahr 2021. Diese werden normalerweise erst in den Jahren 2022/2023 bekannt. Deshalb gibt es vorher eine provisorische IPV.

Die SVA Zürich überweist im ersten Schritt 80 Prozent des IPV-Betrags an die Kranken­versicherung. Die Restzahlung oder Rückforderung erfolgt, sobald die definitiven Steuerdaten für das Jahr 2021 vorliegen. 

Rückforderungen von Leistungen

Wenn die definitive Steuer­veranlagung 2021 vorliegt und der Leistungs­anspruch tiefer ausfällt, stellt die SVA Zürich Rückforderung. Die Abwicklung erfolgt über die Krankenkasse.

Wechsel der Krankenkasse

Die alte Krankenkasse informiert die SVA Zürich, und die Prämien­verbilligung wird automatisch an die neue Krankenkasse weitergeleitet. Die Versicherten müssen die SVA Zürich nicht informieren.

Meldepflicht

Wer Prämienverbilligung erhält, ist verpflichtet, alle Änderungen mit Auswirkung auf den Anspruch zu melden. Mehr zur Meldepflicht

Weitere Informationen

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