Zusatzleistungen

Jahresbericht 2021: Zusatzleistungen

Jahresbericht 2021

Lesen Sie im Jahres­bericht, was die SVA Zürich 2021 bewegt hat und wie sich die Gesetzes­änder­ungen und die neuen Leist­ungen in den Zahlen zeigen.

Zusatzleistungen

Der Geschäfts­bereich Zusatz­leistungen bei der SVA Zürich startete mit einem grossen und schweren Rucksack ins Jahr 2021. Im Vorfeld der Einführung der Reform der Ergänzungs­leistungen (EL) sind 13 neue Gemeinden zur SVA Zürich gestossen. Das bedeutete, zusammen mit den Neu­anmeldungen bisheriger ZL-Gemeinden, fast 1300 zusätzliche Kunden­dossiers gegenüber dem Vorjahr. Die Belastung war immens. Per 1. Juli 2021 hatten zudem die Stadt Schlieren und die Gemeinde Grüningen die SVA Zürich mit der Durch­führung der Zusatz­leistungen (ZL) beauftragt und 683 Kunden­dossiers übergeben. Eine Erleichterung war, dass die Stadt Schlieren die 615 Dossiers der SVA Zürich elektronisch zur Verfügung stellte. Per 31. Dezember 2021 war die SVA Zürich für 8787 ZL-Fälle von 94 Gemeinden zuständig.

Längere Bearbeitungs­zeit leider nicht vermeidbar

Die SVA Zürich war im Vorbereitungs- und Einführungs­jahr der EL-Reform auf das Verständnis und die Geduld der 94 Zürcher ZL-Gemeinden sowie der Kundinnen und Kunden angewiesen. Im Vor­feld der EL-Reform kam es bei der SVA Zürich zu einem ausser­gewöhnlichen Anstieg neuer ZL-Gemeinden. Damit nahm auch das Geschäftsfall­volumen stark zu. In der Folge benötigte die SVA Zürich im Jahr 2021 für die Bearbeitung der 2200 Neu­anmeldungen im Schnitt fast vier Monate. Prüfung und Rück­erstattung von Krankheits­kosten dauerten knapp sechs Wochen. Zusatz­leistungen zur AHV/IV sind ein komplexes Produkt. Die interne Fach­ausbildung bei der SVA Zürich dauert bis zu zwei Jahre. Ein kurz­fristiger Ressourcen­ausbau war und ist deshalb kaum möglich.

Die Bearbeitung von Anmeldungen und anderen Kunden­anliegen dauerte länger und entsprach auch nicht den Ansprüchen, die die SVA Zürich an sich selber stellt. Die offenen und direkten Feedbacks der Gemeinden an die SVA Zürich waren wertvoll, um die Prozesse zu überprüfen und anzupassen. Die in verschiedenen Bereichen ergriffenen Massnahmen zeigten bis zum Jahres­ende bereits Wirkung bei der Prozess­effizienz.

Das Jahr 2022 wird für das EL-Geschäft im Zeichen der Konsolidierung stehen. Denn selbst­verständlich stellt die SVA Zürich an sich den Anspruch, die Erwartungen der EL-Gemeinden wie auch deren Kundinnen und Kunden wieder auf der ganzen Linie zu erfüllen.

Jahresbericht 2021, Zusatzleistungen, zwei Grafiken: Zusatzleistungs-Dossiers und Auszahlungen

Fast 44 Prozent der laufenden Dossiers ins neue Recht überführt

Im Vorfeld der EL-Reform hatte die SVA Zürich alle Anspruchs­berechtigten persönlich angeschrieben und darüber informiert, was die EL-Reform für sie bedeutet. Altes und neues Recht bestehen neben­einander. Für laufende Fälle gilt eine drei­jährige Übergangs­frist. Während dieser Zeit kommt das für die Anspruchs­berechtigten vorteil­haftere Recht zur Anwendung. Fast 44 Prozent der bereits laufenden EL-Fälle bei der SVA Zürich wurden deshalb im Jahr 2021 ins neue Recht überführt.

Die SVA Zürich hat im Jahr 2021 für die 8787 ZL-Anspruchs­berechtigten Leistungen in der Höhe von 195,1 Millionen Franken ausbezahlt. 61 Prozent der Kundinnen und Kunden erhielten die Zusatz­leistungen zu ihrer AHV-Rente, 39 Prozent ergänzend zur IV-Rente. Bei den 5332 Personen mit Alters­rente macht der Frauen­anteil 60 Prozent aus, bei den 3455 Fällen mit IV-Rente dagegen nur 44 Prozent. Frauen sind im Alter immer noch häufiger auf Zusatz­leistungen angewiesen, weil sie aufgrund der Familien­aufgaben weniger Erwerbs­einkommen erzielten und so weniger in die Alters­vorsorge einzahlen konnten. Eine Rolle spielt natürlich auch die Tat­sache, dass die durch­schnittliche Lebens­erwartung der Frauen deutlich über derjenigen der Männer liegt. 78 Prozent der Alters­rentnerinnen und -rentner mit ZL-Anspruch lebten Ende Dezember 2021 zu Hause, nur 22 Prozent in einem Heim. Umgekehrt präsentiert sich die Wohn­situation bei Personen mit IV-Rente. Wegen der gesund­heitlichen Ein­schränkungen leben 70 Prozent von ihnen in einem Heim.

Hard­brücke, Stadt Zürich: Mit der gleich­namigen S-Bahn- und Bus­halte­stelle ist die Hard­brücke ein wichtiger Verkehrs­knoten­punkt.

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